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Portugal: „Land der 500 autochtonen Rebsorten“

Status Quo
Auf heute 380.000 ha produzieren 180.000 Winzer ca. 9 Mio. hl Wein, was bei einem recht hohen pro Kopf Verbrauch von 50 l sehr gerne im eigenen Land getrunken wird, aber immer mehr entdecken Weintrinker auf der ganzen Welt die unvergleichliche Eigenstämdigkeit und den Charme der porugiesischen Weine, fernab von Port und vor allem Massenprodukten wie "Lancers" oder "Mateus".

Geschichte
In der Antike brachten Phöniker, Griechen und Römer Rebstöcke auf die iberische Halbinsel. Unter der langen maurischen Herrschaft vom 8. bis zum 12. Jahrhundert stagnierte zwar der Weinbau, kam jedoch nicht ganz zum Erliegen. Wie in vielen anderen Ländern beeinflussten die Zisterzienser den Weinbau entscheidend. Ab der Unabhängigkeit im Jahre 1385 entwickelte sich ein reger Weinhandel mit England. Der berühmteste Wein Portugals, der Portwein, wurde entdeckt, als der englische König William III. im Jahre 1693 so hohe Zölle auf französische Weine erhob, dass sich die englischen Weinhändler nach Portugal orientierten. Bereits im Jahre 1756 wurden genaue Abgrenzungen für das Douro-Gebiet festgelegt. Im 19. Jahrhundert wurden durch Mehltau und Reblaus die meisten Rebflächen vernichtet. Erst ab 1930 kam es zu einem Wiederaufbau. Nach Ende der Diktatur im Jahre 1974 begann ein Umdenken und der Umstieg von der Massenproduktion billiger Weine auf Qualitätsprodukte.

Bedeutung
Weinbau ist in Portugal ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, rund 15% der Bevölkerung leben davon. Auf Grund des Klimas ist das Land ideal für den Weinbau, denn der weinbautreibende nördliche Teil hat reichlichen Niederschlag und lange, schöne Sommer. Ein weiterer wichtiger Export-Artikel neben Wein sind Korken, Portugal ist mit über 50% weltweit der größte Produzent, davon kommt rund die Hälfte aus der Provinz Alentejo.

Rebsorten
Portugal ist das „Land der 500 autochthonen Rebsorten“, die früher großteils als gemischter Satz angebaut wurden. Erst in den 1980er-Jahren wurde (vor allem auf Grund von EU-Bestimmungen für Qualitäts-Weinbaugebiete) begonnen, rebsortenreine Weingärten anzulegen. Die wichtigsten roten Sorten sind Touriga Nacional, Tinta Roriz bzw. Aragonez (Tempranillo), Periquita, Baga und Trincadeira Preta. Die wichtigsten weißen Sorten sind Arinto, Loureiro, Trajadura, Alvarinho und der Moscatel de Setubal für hervorragende Dessertweine. Natürlich, aber eben nur in gezielten und nicht übereuphorischem Stile, werden auch die internationalen Big-Player wie Cabernet, Merlot, Syrah, Chardonnay, aber auch Gewürztraminer im Setubalgebiet kultiviert.

Weine
Die Weine, vor allem aus den autochtonen Rebsorten, bestechen trotz, oder wegen, zum Teil noch sehr traditioneller Vinifizierungs-Methoden, wenn auch Begriffe wie Thermovinifikation oder Barriqueausbau, als Kontrapunkt zu den heimischen größeren Pipas, längst nichts Unbekanntes sind. Vielen Rotweinen ist ein sehr florales, ja fast parfumierter Duft anheim, gepaart mit Kraft und stärke, vor allem bei "Bombern" wie einem "Reserva" oder gar einem "Garrafeira".
Ansonsten sind in Portugal die beliebtesten Weine trocken, mit meist weniger als 4 g Restzucker, und sehr säurebetont. Die "Exportschlager" billiger, industriell gefertigter Rose-Weine seien hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Trends/Entwicklungen
Nebst einer generellen Qualitätssteigerung in vielen Bereichen, erlebt zur Zeit das Duero-Tal den größten Aufschwung, bekannt durch großartige Portweine. Aber auch faszinierende trockene Rotweine überzeugen durch die Kraft der Sonne und einer betörenden Struktur, zurückzuführen auf das grandiose Terroir. Und das Portugal wahrscheinlich auch einer der schönsten, freundlichsten und interessantesten Urlaubsländer in Europa ist, steht einem Genusse portugiesischer Weine nichts im Wege!

Weintipps Portugal

Terrassen im Duero-Tal
Terrassen im Duero-Tal

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