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Weine(h)rlich: Der Prophet im eigenen Land!

Ohne hier eine Diskusssion über Wein-Xenophobie oder fehlemden national/regional Stolz in einem Europa zwar ohne Grenzen, aber der Regionen, vom Zaun brechen zu wollen, ist es doch auffällig wie sehr sich das Selbstverständnis einer Region mit den dortig gekelterten Weinspezialitäten erklären lässt. Was will er uns damit sagen, wird sich der eine odere andere alleinstehende Trinker und Kenner wohl fragen? However und nun denn. Erklärung folgt!

Es liegt zwar leider in der Natur des Menschen sich eher mit den negativen, wie positivemn Dingen zu beschäftigen, doch zur Veranschaulichung dieser gewagten Aussage bleibt kein anderer Weg offen. Offen? Das Stichwort! Nehmen wir zum Beispiel Wien, die Stadt der Kultur und der gepflegten Ess- und Trinkultur! Gerade in diesem Wien müssen sie sich glücklich schätzen, wenn sie im ach-so-gerühmten Wiener Wirtshaus zwar regionale Bierspezialitäten, aber in den seltensten Fällen seinen guten Wiener Wein angeboten bekommen! Und das liegt aber sicher nicht an der fehlenden
Auswahl und Qualität Wiener Weine, ganz im Gegenteil, es liegt wohl eher an der typisch-wienerischen Charaktereigenschaft des "Licht unter den Scheffel" stellen und des ewigen "Aber die anderen ..."-Raunzens.
Mittlerweile is das Spektrum hochqualitativer Wiener Weine so breit und vielfältig, dass das keine Ausrede mehr sein darf!
Sowohl weithin bekannte Größen, wie viele junge, aufstrebende Betriebe keltern verstärkt Topweine unterschiedlicher Rebsorten und Ausprägung mit internationalem Flair, gepaart mit Wiener CHarme - bitte probieren! Und das Wien die einzige Weltstadt
mit wirtschaftlich bedeutetem Weinbau ist und somit ein Millionenklientel direkt vor der Haus(Keller)tür ist, sei nur mal so am Rande bemerkt!

Nächstes, leider unerfreuliche Beispiel, ist die urwüchsige wie idyllische Weststeiermark, seit dem 1. Mai von der sträflich vernachlässigten Grenzregion zum Herzen Europas und zum Tor in den goldenen Osten avanciert! Doch die dortig beheimatetete
Spezialität "Schilcher - Blauer Wildbacher", nach einem kurzen Hype vor einigen Jahren, ist zwar eine einzigartige Weinspezialität, die eher im Ausland (was für einen Weststeirer nach wie vor auch Wien bedeutet) wie in der eigenen Heimat so geschätzt
wir, wie es der Rebsorte und den großen Weinen eigentlich zusteht. Zugegeben, die Entwicklung des Schilchers vom urtümlichen Haustrunk, zum eigentümlichen und originären Topwein, ist eine Geschichte weniger erst vergangenen Jahre.
Die Zeit, wo man als Landwirt doch beinah mal vom Traubenverkauf der Ernte eines einzigen Hektars gut leben konnte, ist noch nicht so lange her, aber mittlerweile, und anscheine gerade trotz der hohen Qualität des Schilchers, wird der Wein in der regionalen Gastronomie und Handel meist wenig bist fast gar nicht geschätzt. Viele enttäuschte Somemrfrischler und dergleichen, welche sich warum-auch-immer in diese einmalige Gegend verirren, verstehen die Welt des Hl. Urbans (Anm.: Schutzheiliger der Winzer) nicht und verziehen zu recht und enttäuscht die Gesichter und Gaumen über die dort angebotenen "gereiften" und unsagbaren Schilcher. Es ist fast ein Hohn, wen man die Kunden von weit her sieht, wie sie mit leuchtenden Augen und erquickten Gaumen einen guten Schilcher kaufen, um gleichzeitig an verständnislosen und kopfschüttelnden "Aboriginals" vorbeizuziehen, selbige sich eher über die Unterschiede der Weine der nördlichen Hügellandschaft und der der südlichen Ebenen Siziliens delektieren.

Um diesem vielleicht noch immer etwas verschrobenen Ansatz noch mehr Leben einzuhauchen, noch ein paar Denkanstöße (ohne hier das Anstoßen mit einem guten Wein durch den Kakao fahriger Worte ziehen zu wollen!).
Gerade in Zeiten der Globalisierung, die leider auch nicht vor dem Wein halt gemacht hat, wobei "Anything but Chardonnay!" schon das geringere Übel darstellt, sollten autochtone Rebsorten und regionale, terroirbetonte Weinen eher die Zukunft gehören,
wie uniformen und "internationalen" Weinen, eigentlich ein Schimpfwort in sich. Es soll damit weder emgstirniges Kleinkrämertum, noch önologische Xenophobie geschürt werden, es soll nur der Aufruf an Winzer, Kunden und Kenner gesagt sein, sich doch mit Stolz und Liebe der eigenen Stärken einer Weinregion zu beschäftigen.

Hobt`s mi? Prost!

Es wird ein Wein sein ......
Es wird ein Wein sein ......

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